28. August 2011

Ilsa J. Bick - Ashes. Brennendes Herz

2011, Gebunden mit Schutzumschlag, 502 Seiten
€ (D) 19,99 | € (A) 20,60
ISBN 978-3863960056

Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle.


Was ich denke ...
Ich habe "Ashes" vor wenigen Minuten zugeklappt, in meinen Gedankengängen kreist im Moment nur: Was für ein Buch! Und was für ein Ende!!

Noch auf Seite 100 hätte ich nicht gedacht, dass mich die Geschichte um Alex so gefangen nehmen würde. Eigentlich fing es ganz gut an, der Prolog hatte mich gleich, dann ging es aber abwärts. Ich habe mich über einige Seiten regelrecht geschleppt. Alex' Handlungen und Denkweisen haben hier einen sehr egoistischen Anklang, was auf Grund ihrer Vergangenheit mehr oder minder verständlich und nachvollziehbar ist, allerdings habe ich doch einige Mal sowohl wegen Alex als auch wegen Ellie, ihrer 8-jährigen Begleiterin, die Augen verdreht. Erst mit Toms Auftauchen war ich schließlich voll und ganz im Buch drin und konnte bis vor wenigen Augenblicken nicht mehr aus der Welt, die Ilsa J. Bick geschaffen hat, auftauchen.

Das erkläre ich mir nicht nur damit, dass Tom einfach toll ist ;) , sondern auch damit, dass er etwas Lichtheit in die Rätselhaftigkeit der Ereignisse bringt und außerdem - zumindest in meinen Augen - als eine Art Puffer zwischen Ellie und Alex fungiert, die beide sehr starrköpfig sind.

Klar, im Moment werden die Dystopien regelrecht auf den Buchmarkt geschmissen - und bei der Masse ist natürlich auch einiges an Mist dabei. "Ashes" sticht für mich aber schon mal dadurch aus der Menge, dass es eine "Kampf ums Überleben"-Dystopie ist, keine dieser "Wie befreie ich mich aus der Kontroll-Gesellschaft"-Zukunftsvisionen.
Zudem ist die Idee, die hinter dem ganzen steckt, eine ganz neue! Die "große Katastrophe", die über die Welt hereinbricht, geht diesmal nicht von der Natur aus, die sich in vielen Dystopien gegen den Menschen wendet, sondern ist rein technisch begründet und erklärbar. Mehr soll nicht verraten werden, zumal auch das Buch selber noch nicht alle Fragen aufklärt.

Überhaupt bietet "Ashes" dem Spannung schätzenden Leser einiges: Zivilisationsferne Wildnis, Tiere, sogar Teenager, die plötzlich zu Kanibalen werden. Auch mit Alex selbst gehen Veränderungen vor sich, die ihr einerseits Angst machen, ihr andererseits mehr als einmal das Leben retten. Angenehmer Nebeneffekt: Der Kampf ums Überleben treibt Alex den Egoismus aus, sodass ich schließlich sehr gut mit ihr mitfiebern konnte. Je ernster die Situation wird, desto plastischer werden Alex und ihre Beweggründe, und man merkt, dass sie unter der harten, abweisenden Schicht ein verschlossenes Mädchen ohne Zukunft ist.

Nicht ganz unbeteiligt an Alex' Auftauen ist, wie schon angedeutet, Tom. Womit ich auf die Liebesdinge im Buch zu sprechen kommen möchte, die werden nämlich meiner Meinung nach von Buchtitel und Klappentext völlig falsch präsentiert. "Ashes" ist absolut kein Kitsch-Abenteuer! Und "Brennendes Herz" finde ich auch äußerst unzutreffend. Natürlich gibt es Liebe (oder etwas in der Art) zwischen Alex und Tom, allerdings verbringen sie Wochen, fast Monate, miteinander, bevor ihre Gefühle Thema werden. Und selbst dann wird die Sache nicht ausgeschlachtet.
Ich gebe zu, der Liebesaspekt verkompliziert sich im zweiten Teil des Buches noch - nur so viel: es kommt eine dritte Person ins Spiel -, aber Leute, die "Ashes" in der Hoffnung auf eine große Romanze kaufen, werden nicht zufrieden sein.

Vielmehr handelt es sich bei "Ashes" um ein spannungsgeladenes Abenteuer voller Wendungen, das nicht nur gut geschrieben ist, sondern - ganz wichtig - bis zur letzten Seite begeistert!
Das Ende dann ist in mehrerlei Hinsicht der Hammer: Unerwartet, schockierend, Cliffhanger. Man liest den letzten Satz und sitzt erst mal mit offenem Mund da. Und dann kommt die bereits angesprochene Gedankenschleife: Was für ein Buch! Was für ein Ende!! Fortgesetzt durch: Ich will Teil 2! JETZT!


Bewertung
Das erste Viertel tröpfelt noch etwas träge vor sich hin, dann aber nimmt "Ashes" innerhalb von wenigen Seiten Fahrt auf. Ähnlich verhält es sich mit der Protagonistin Alex, für die ich erst nach und nach Sympathie entwickelt habe. Ist es dann aber soweit, fiebert man durch jede gefährliche, knifflige, nervenaufreibende Situation mit ihr mit, giert nach Antworten (die, da es sich um einen ersten Teil handelt, noch nicht alle gegeben werden) und bleibt nach dem Ende geradezu schockiert zurück.


27. August 2011

Corina Bomann - Sephira 2. Das Blut der Ketzer

Teil 2 der Sephira-Reihe
Rezension zu Teil 1

2011, Gebunden mit Schutzumschlag, 493 Seiten
€ 17,95
ISBN 978-3800055913

Eine junge Kriegerin beeinflusst die Geschichte der Welt. 

Laurina ist nun schon einige Jahre bei den Sephira, der magischen Bruderschaft von Assassinen, als sie überstürzt fliehen müssen. Der rachsüchtige Emir Malkuth ist ihnen auf den Fersen und will die endgültige Vernichtung der Bruderschaft. Obwohl so gut wie unsterblich, fürchten die Sephira den Emir und suchen eine Zuflucht. Das Schicksal der verfolgten Katharer bewegt sie dazu, nach Frankreich zu reisen, um ihnen beizustehen. Doch der Preis, den Laurina für diese Rettungsmission zahlen muss, ist unerträglich hoch ...


Was ich denke ...
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut - zu Recht, wie ich jetzt weiß! Der zweite Teil der "Sephira"-Reihe von Corina Bomann ist in der Handlungsentwicklung vielleicht etwas langsamer als sein Vorgänger, zieht den Leser aber sofort wieder in seinen Bann und entlässt ihn bis zum unerwarteten, erschreckenden Ende nicht mehr.

Da der erste Teil, "Die Bruderschaft der Schatten", im Großen und Ganzen in sich abgeschlossen ist und eine Art Vorgeschichte zu allen weiteren Büchern erzählt, verwundert es nicht weiter, dass "Das Blut der Ketzer" seine Leser in ein völlig neues Abenteuer entführt, das mit den bisherigen Geschehnissen bis auf die Charaktere nicht viel gemeinsam hat. Denn 100 Jahre später, Ende des 13. Jahrhunderts, hat sich die Lage in Jerusalem mehr oder weniger stabilisiert. Unsere Helden wenden sich Europa zu und damit ganz anderen Gefahren.

Natürlich, das Thema "unsterbliche Assassinen" bleibt bestehen (und ist immer noch großartig - ehrlich, ich wünschte, mir wäre das eingefallen ;D), dazu kommen aber neue Handlungselemente wie die Dschinn und die Pest - also wie gewohnt sowohl fantastischer als auch historischer Natur.
Bis es aber soweit ist, dauert es etwas. "Das Blut der Ketzer" startet nicht sofort durch wie das der erste Teil getan hat. Das Buch lässt sich mehr Zeit, beleuchtet erst einmal das Leben, das unsere Heldin Laurina jetzt führt.
Im Grunde war das für mich völlig in Ordnung, vor allem weil sich dafür auf Seiten der Gegenspieler sehr viel getan hat. Besonders in der ersten Hälfte des Buches habe ich während jener Kapitel, die aus der Sicht der "Bösen" erzählt wurden, sehr viel mehr an den Seiten gehangen. Hier tun sich einfach sehr viele interessante Aspekte auf, die ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen möchte. Nur so viel: Die Dschinn kommen ins Spiel und wie es die Autorin einmal selbst formuliert hat: "die tragen keine Seidenunterhöschen". ;)

Mit der Reise nach Europa kehren viele Mitglieder der Sephira in ihre einstige Heimat zurück. Das gibt der Autorin Gelegenheit, die Vergangenheit einzelner Charaktäre näher auszuschöpfen. Die Informationen werdem dem Leser aber nicht in großen Mengen an den Kopf geworfen, sondern tröpfeln viel mehr vor sich hin. Bei all dem, was in der zweiten Hälfte des Buches passiert, braucht es auch nicht mehr. Ich kann nur sagen: Ich freue mich auf die weiteren Teile und darauf, weiter eingeweiht zu werden!

Sprachlich und erzähltechnisch ist Sephira 2 wieder sehr flüssig und daher schnell zu lesen. Aufgefallen ist mir jedoch, dass sich ziemlich viele Druckfehler im Text befinden - vor allem falsch gesetzte oder ausgelassene Anführungszeichen. Das müsste ehrlich nicht sein, solche Fehler sind vermeidbar - mein kritischer Blick geht hier mal in Richtung Verlag und Lektorat.

Das Ende schließlich ist - aus der Sicht einer mitfiebernden Leserin gesprochen - sehr fies und leicht in Richtung Cliffhanger geneigt. Das hätte ich wirklich nicht erwartet! Umso mehr verlangt es mich jetzt nach dem 3. Band, an dem die Autorin schon schreibt und der nächsten Sommer in den Regalen der Buchhandlungen stehen soll.


Bewertung
Leute, so schön langsam wird's Zeit, auf den Zug aufzuspringen. Ich hab das Gefühl, dass uns mit den Sephira noch einiges bevorsteht - das war erst der Anfang. Und ganz nüchtern betrachtet: Es wird auch nach dem 13. Jahrhundert nicht langweilig in der Weltgeschichte. Ich bin überaus gespannt, was Corina Bomann als nächstes Thema für uns ausgesucht hat.




Zum Abschluss noch der Buchtrailer, der einen guten Einblick in die Handlung gibt:

23. August 2011

1MinuteReview: Lisa Mantchev - Perchance to Dream

1MinuteReviews sind kurze Stellungnahmen zu gelesenen Büchern, die jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit verweigern.


Wieder mal ein zweiter Teil, daher 1MinuteReview. Okay, gut, zum 1. Teil gab's auch nur eine kurze Rezension, die könnt ihr euch übrigens >hier< durchlesen. (Mein System durchschaue eben nicht mal ich.)

Der größte Unterschied zwischen "Perchance to Dream" und "Eyes Like Stars" ist das Setting. Spielt der ersten Teil noch im Theatre Illuminata, so wagen sich die dem Leser bereits bekannten Charaktere im zweiten Buch in die Außenwelt. Doch auch hier hat man ständig den Eindruck, Vorhänge fallen zu sehen und Kulissen beschrieben zu bekommen. Damit verbunden: Meiner Einschätzung nach verlangt Lisa Mantchevs Erzählstil vom Leser eine gewisse Bereitschaft, auch etwas schräge Sachen zu lesen. Besonders was abrupte Szenenwechsel angeht.

Bertie ist und bleibt die Heldin, die wir kennen und (in meinem Fall) lieben. Sie ist selbstständig, nimmt die Dinge in die Hand und lässt sich von unerwarteten Problemen nicht aufhalten.
Hervorzuheben sind mal wieder die vier Feen aus "A Midsummer Nights Dream", die das Lachpotential des Buches hauptsächlich ausmachen.

Ein kurzes Wort zu den Liebesdingen: Achtung Dreiecksgeschichte! Komischer Weise war ich nie genervt, wahrscheinlich deshalb, weil Bertie sich selbst immer treu bleibt und sich weder über Nate noch über Ariel definiert.

Nicht so grandios wie Teil 1, aber immer noch 4 Blümchen wert.


22. August 2011

1MinuteReview: Maggie Stiefvater - Forever

1MinuteReviews sind kurze Stellungnahmen zu gelesenen Büchern, die jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit verweigern.



Da sehr kurze Review wage ich Spoilerfreiheit zu garantieren. ;)

Es gibt nur wenige Punkte, die ich in Bezug auf "Forever", den dritten Teil der "Wolves of Mercy Falls"-Trilogie, loswerden möchte.
  • Es herrscht eine eher trübe Stimmung, besonders am Anfang. Ich hatte den Eindruck, das geht Hand in Hand damit, dass die Handlung deutlich schwerer vom Fleck kommt als in den Vorgängern. Wie gesagt, nur am Anfang.
  • Denn ab Seite 100 (in etwa) dreht "Forever" voll auf und bleibt ohne Unterbrechung bis zum Schluss spannend!
  • Der Schreibstil ist wie gewohnt poetisch und einfach schön zu lesen.
  • An den Kapitelanfängen gibt es plötzlich keine Temperaturangaben mehr. Hab ich was verpasst? WARUM? In "Linger" gabs die doch noch ... oder?
  • Das Ende schließlich kam mir etwas zu abrupt und wirkt auf mich etwas unabgeschlossen. Dafür und für den trägen Anfang gibts ein Blümchen Abzug. Irgendwo muss ich Grenzen ziehen, auch wenn "Forever" sonst ein grandioses Leseerlebnis für mich war.

Fazit: 4 Blümchen. Wer Teil 1 und 2 mochte, wird auch "Forever" mögen. Wen "Linger" schon nicht mehr so fesseln konnte, der kann es auch gern bleiben lassen. So richtig abgeschlossen ist die Story nämlich immer noch nicht, finde ich.


Kady Cross - Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

2011, Gebunden mit Schutzumschlag, 368 Seiten
€ (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN 978-3453267404

Sie ist eine ganz besondere junge Dame: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Gelegentlich entschließt sie sich jedoch, auf den Straßen Londons Jagd auf Verbrecher zu machen. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis ...

In London kreuzen Luftschiffe am Himmel, dampfbetriebene Automaten erledigen die niederen Arbeiten, und von jungen Mädchen wird vor allem eines erwartet – anständig sein und hübsch aussehen. Mit Letzterem kann sie durchaus dienen, aber mit der Sittsamkeit hapert es bei Finley Jayne gewaltig, denn sie ist übermenschlich stark, und wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, kann es für ihre Kontrahenten schon mal böse enden. Als sie deshalb ihre Anstellung im noblen Haushalt der Familie August-Raynes verliert, scheint Finleys Schicksal besiegelt. Aber dann begegnet sie dem jungen Adligen Griffin, der gemeinsam mit seinen Freunden die wunderlichsten Experimente veranstaltet. Und Finley passt perfekt in die bunt gemischte Truppe, denn Griffin und seine Freunde haben ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten, die sie im Kampf gegen das Böse auf den Straßen Londons einsetzen. Doch Finley trägt eine dunkle Seite in sich, und obwohl Griffin zarte Gefühle in ihr erweckt, fühlt sie sich auch zu dem zwielichtigen Gangster Jack Dandy hingezogen. Als Griffin und seine Freunde einer gigantischen Verschwörung auf die Spur kommen, die nicht nur Königin Victoria, sondern das ganze Empire bedroht, muss Finley sich entscheiden ...


Was ich denke ...
"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" steckt voller genialer Ideen - zwiegespaltene Persönlichkeit, eine junge Erfinderin, die mit Maschinen kommuniziert, Organellen, die Leben nachahmen, Menschen mit Maschinenteilen im Körper ... Leider hat Kady Cross das alles nur schwach umgesetzt, sodass aus einer Welt, die auf jeder Seite "Steampunkt!" schreit, ein Buch wird, für das man erst mal ein bisschen Geduld mitbringen muss.

Finley Jayne ist, wie der Klappentext schon verkündet, eine besondere junge Dame. Sie weiß sich besonders gut zu wehren (Daumen hoch!), aber zeitweise ist sie auch besonders nervtötend.
Im Großen und Ganzen mochte ich Finley, weil sie nicht alles auf sich sitzen lässt, allerdings handelt sie oft völlig unerwartete und hat Gedankensprünge, die absolut unpassend sind. Ich fand es wirklich schwierig, sie kennenzulernen. Ihre kindischen Schwärmereien für Griffin und Jack Dandy machen sie schließlich zu einer Protagonistin, die wohl eher der jüngeren Generation zusprechen wird.

Was die Sprache anbelangt, so zeigt sich auch hier eine deutliche Zweischneidigkeit. Auf der einen Seite wird der Leser mit sehr einfachen, dann aber wieder regelrecht genial gesetzten Sätzen konfrontiert. Leider überwiegt im Gesamten die Simplizität und Abgehacktheit der Erzählung. Dinge, die aus dem Kontext völlig klar sind, werden extra erwähnt, was mich als mitdenkende Leserin gestört hat.

Die Handlung an sich ist es, was mich an dieses Buch gefesselt hat! Erst wirkt sie noch sehr konfus und kennt keine wirklich Richtung - überhaupt scheint vieles so zurecht gerückt, dass es in das Schmema der Autorin passt -, sie fokussiert sich aber schließlich doch noch auf einen spannenden, äußerst rasanten Plot, dem ich einiges abgewinnen konnte. Gerade die wechselnden Perspektiven treiben die Handlung voran.
Als Leser weiß man zwar schon recht früh, worauf das ganze hinauslaufen wird, es hat aber trotzdem Spaß gemacht, den Charakteren beim Lösen des Problems zuzusehen - zumal das Endergebnis, die große Idee, die hinter dem Buch steckt, eine fabelhafte ist!

Dieses Konfuse, das die Handlung anfangs an sich hat, haftet auch einigen anderen Dingen an. So zum Beispiel kristallisiert sich nach einigem Hin und Her erst gegen Ende der eigentliche Feind heraus. Das hätte spannend sein können, bei mir hat es eher Verwirrung ausgelöst. Ich hatte den Eindruck, als ob das Buch kein wirkliches Ziel hätte, auf das alles hinauslaufen wird.
Ein weiterer Punkt auf der Konfusitäts-Liste sind all die unlogischen Behauptungen, die zu Anfang des Romans aufgestellt werden. Kady Cross sagt dem Leser, was Sache ist, liefert aber weder eine logische noch unlogische Erklärung dazu. Und keine Erklärung ist einfach das Schlechteste, was man machen kann! (Vor allem wenn man in einem technischen Genre wie Steampunkt schreibt.) Mich zumindest ärgert das ungemein, wenn ich vor vollendete Tatsachen gestellt werde, ohne zu wissen, warum und wieso das so ist. Auch hier: Gegen Ende gibt's dann ein paar annehmbare Erklärungen, aber nichts, was die Geheimnistuerei am Anfang rechtfertigen würde.

Alles in allem fordert dieses Buch, wie schon anfangs erwähnt, Geduld von Seiten des Lesern und richtet sich ob seiner Einfachheit eher nicht an erwachsene Jugendbuch-Leser. "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" hat mich nicht sonderlich gefordert, trotzdem bin ich zumindest soweit am Haken, dass ich den zweiten Teil unbedingt lesen möchte!


Bewertung
"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" steckt wie seine Heldin Finley Jayne voller Zwiespältigkeiten. Es gibt nichts an diesem Buch, das ich völlig gemocht oder völlig abgelehnt habe. Für mich war "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" ein reiner Mittelweg. Daher gibts auch 3 Blümchen von mir, die sich ein bisschen in Richtung 2,5 lehnen.






Die Reihe
"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" ist der erste Teil der "Steampunk Chronicles" und ist im Mai 2011 unter dem Titel "The Girl in the Steel Corset" auf Englisch erschienen.
Zum Cover ist zu sagen, dass ich das deutsche zur Abwechslung für sehr viel passender halte als das englische, das einfach zu viel Glamour vermittelt, der überhaupt nicht da ist.

Titel und Cover des zweiten Teiles sind zum heutigen Stichtag (31. Mai 2011) noch nicht bekannt.

20. August 2011

[Bericht] Berlin-London 2011

Ich bin so unzuverlässig. Mensch! Tut mir wirklich Leid, dass der versprochene Berlin-London-Post erst jetzt kommt. Durch meine sofortige Weiterreise nach Zürich und den Umstand, dass das Wetter hier seit meiner Ankunft schlichtweg herrlich ist, bin ich in den letzten Tagen nie dazu gekommen, meine bereits geschriebene (und im Anschluss folgende) Einleitung fortzusetzten.
Aber jetzt ist's soweit! Ich präsentiere (feierlich ;P) meinen Urlaubsbericht inclusive zahlreicher Bücherneuerwerbungen *tadaaa*

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Falls ihr aus einer kleineren Stadt oder sogar aus einem Dorf kommt: Kennt ihr dieses Gefühl in eine Millionenstadt zu kommen? Wenn man am Bahnhof oder Flughafen steht, mit viel zu vielen anderen Menschen - unbekannten Menschen, die einem im Vorbeigehen nicht mal ansehen - und irgendwie fühlt man sich ein bisschen verloren. Aber nicht lange, denn kaum biegt man um die Ecke, steht da schon der erste Buchladen! Oder ein Bücherflohmarkt, ein Antiquriat ... weiß der Kuckuck was, auf jeden Fall Bücher an jeder Ecke, was einen beschleunigten Herzschlag, Schnappatmung und Dauergrinsen nach sich zieht. Jaaaa *seufz* , da kann man für ein paar Stunden doch glatt vergessen, dass man sich eigentlich mitten in einer großen, lärmenden Stadt befindet.

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe London! Und Berlin hat mich bei diesem meinem ersten Besuch sehr von sich überzeugen können. Aber die Buchläden - ob klein oder groß - werden doch immer meine Ruhepole in der Großstadt bleiben.
Was erklären dürfte, dass ich mich, obwohl ich in so tollen Städten wie Berlin und London war, doch recht häufig und lange in Buchhandlungen aufgehalten habe. ;)

Und entsprechend Beute gemacht habe ... Wobei ich gleich betonen möchte, dass ich brav war, an meinem SuB zu Hause im schönen SuB-Regal gedacht und mein Näschen artig von vielen der verführerischen Cover und Titel weggelenkt habe. Ein bisschen Lob hab ich schon verdient, finde ich. ;)

Kommen wir also zu dem Teil, der euch eigentlich interessiert. (Ich erwarte ja gar nicht, dass sich irgendjemand das sinnfremde Gequatsche oben durchgelesen hat ^^) Der großen Frage, was ich alles mit nach Hause gebracht habe.

Gesamtausbeute Berlin & London (incl CDs und DVDs)

Daheim beim Durchsehen der Bücher ist mir aufgefallen, dass ich offenbar sehr optisch orientiert eingekauft habe - bunte Cover, bunte Schrift, Illustrationen im Text. Hier zum Beispiel eine Seite aus Michale Endes "Die unendliche Geschichte", die ich zu meiner Schande nie gelesen habe:

Michael Ende - Die unendliche Geschichte; Seitenbeispiel
Habt ihr gewusst, dass das ganze Buch in grün und rot gedruckt ist?! Irgendjemand - ich glaube, es war Tine, aber wetten trau ich mich nicht - hat mir das in den letzten Wochen mal erzählt. Als ich das Buch also im Hugenduble in Berlin liegen sah, musste es natürlich mit.

Zweites Beispiel: William Goldman - Die Brautprinzessin. Auch so eine Lektüre, die ich noch nachholen muss. Der Text ist teilweise rosa :D

William Goldman - Die Brautprinzessin, Schriftbeispiel

Das nächste Buch auf der Liste habe ich zur Abwechslung schon gelesen, allerdings nur auf Deutsch. Diese englische Ausgabe habe ich bei der Buchtour durch Dussmann zusammen mit Karo und Miss Bookiverse entdeckt - sehts euch an, dann werdet ihr mir zustimmen, dass ich völlig schuldlos bin. Das Buch schreit geradezu danach, gekauft zu werden:

Jane Austen - Pride & Prejudice; komplett aufgeklapptes Cover *.*

Ich bin verliebt in das Teil :D
In London musste dann übrigens nochmal Jane Austen sein, da gabs die illustrierte Ausgabe von "Emma" um 2 Pfund:

Jane Austen - Emma; illustriert

Hab ich zwar auch schon gelesen, aber wieder nur auf Deutsch und Englisch muss bei Jane Austen einfach sein hab ich mir gedacht ;)

Soweit, so gut. Das wars bis jetzt mit den "optischen Käufen" - später dürft ihr dann nochmal ein ganz besonderes Schmuckstück bewundern. ^^ Hier erstmal, was ich sonst so mit nach Hause gebracht habe:
  • R.J. Anderson - Ultraviolet (glänzt extrem stark, und bledet richtiggehend im Licht und in der Sonne. Perfekt also für eine Lesestunde im Freien, bei der man alle anderen verscheuchen möchte - nicht dass ich das vorhätte ^^)
  • Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt (ich hab erwähnt, dass Karo dabei war, oder? :D)
  • Maureen Johnson - 13 little blue Envelopes (was angenehm luftiges für Zwischendurch)
  • Gena Showalter - Intertwined (sieht mich schon ewig an und weil das deutsche Cover und der Titel gar nicht gehen hab ich meine Chance in London genutzt)
  • John Green & David Levithan - Will Grayson, Will Grayson (das glänzt übrigens auch sehr stark ^^)

Macht insgesamt 9 Bücher. Dazu kamen noch 4 DVDs und 3 CDs:
  • Viel Lärm um Nichts (Anna/Clee hat letztens so davon geschwärmt, außerdem brauchte ich, nachdem ich endlich "Shakespeare in Love" gesehen habe, Nachschub)
  • Cranford (Elizabeth Gaskell! "North & South" ist der Hammer)
  • The Kids are all right (ist mitbekommen weil ich für ein Kombiangebot noch ein Produkt gebraucht habe. Außerdem hab ich Josh Hutcherson noch nie in einem Film gesehen, ich muss mir ja endlich mal einen Eindruck von ihm verschaffen ;)
  • Penelope (James McAvoy *.* Ich kenn den Film zwar schon, aber den konnte ich einfach nicht mehr aus der Hand legen)

DVD-Ausbeute

Weiter gehts:
  • Scouting for Girls - Everybody wants to be on TV (falls ihr die Band noch nicht kennt, verschwindet sofort auf YouTube!)
  • The Script - Science & Faith (total genial Texte!)
  • Adele - 19 (das erste Album musste auch sein, obwohl wir das zweite - 21 - besser gefällt)

CD-Ausbeute

Das war aber noch nicht alles, denn natürlich warten daheim immer Päckchen wenn man mal mehrere Tage unterwegs war. ;) In meinem Fall haben mich erwartet:

Buchpost während meiner Abwesenheit
Auf "Ashes" von Ilsa J. Bick habe ich schon heiß gewartet, das soll ja angeblich richtig gut sein - wir werden sehen. Mein dritter (oder mittlerweile eigentlich schon vierter wenn man "Will Grayson, Will Grayson" mitzählt) John Green hat ebenfalls zu mir gefunden. Titel ist naja, ich hoffe auf Inhalt und Schreibstil.
Und zu guter letzt ein weiteres Buch von E.A. Poe, diesmal aber mit Illustrationen, die ich stundenland anstarren könnte. Die Aufmachung ist echt grandios, weswegen mir der stolze Preis von 23 € (ca., genau weiß ich es gar nicht) absolut gar nichts ausmacht. Sehr mal:

Illustrationsbeispiel E.A. Poe - Unheimliche Geschichten

*.*

Außerdem gabs noch ein Kuvert von Corina Bomann, die mir - weil sie einfach total lieb ist :) - das Ueberreuter-Magazin "Books 4 U"  zukommen hat lassen. Und dazu noch Autogrammkarten. Ganz großes Dankeschön nochmal an dich, liebe Corina! ("Sephira 2" steht übrigens grade hinter mir und wird als nächstes gelesen *freu*)



Okay, ich überlege grade, aber ich glaube, das wars. Mammut-Post xD Und ich hatte noch nicht mal Gelegenheit ein paar Fotos aus dem Urlaub herzuzeiten. Gut, die meisten hab ich auch noch gar nicht (weil meine Freundinnen ihre Kameras sehr viel aktiver genutzt haben als ich mit meinen läppischen 150 Fotos ^^), aber ein paar Eindrücke möchte ich euch doch vermitteln. :) So ein kleiner Beweis, dass ich wirklich war, wo ich behaupte gewesen zu sein ;)

Berlin, Alexanderplatz
Brandenburger Tor (die Pose war übrigens nicht meine Idee, so leicht bin ich echt nicht xD Aber der Vroni kann man nix ausreden ... ;P)
221b Baker Street - Sherlock war leider nicht zu Hause ;/
der ultimative London-Beweis ;) (irgendwo beim Westminster College)
The Mall - könnt ihr euch die Kutsche mit William & Kate auch so gut vorstellen? :D
Brighton
Das ist übrigens mit meiner Schwester, die zur Zeit in London arbeitet. Ich hab sie vor dem Urlaub ewig nicht gesehen :(
Und zum Abschluss ein bisschen Kuscheln mit Frankenstein ;)

Das wars jetzt aber wirklich. Meinen Respekt all denen, die den kompletten Post bis hier her geschafft haben :D

Falls ihr auch Urlaub hattet oder noch in die Ferien fahrt, hoffe ich, dass ihr eine ebenso tolle Zeit hattet oder noch haben werdet wie wir in Berlin und London!


Ganz liebe Grüße (zur Zeit aus Zürich, meiner letzten "Station" diesen Sommer),

Stefanie

13. August 2011

Krimi-Gewinnspiel beim Haymon-Verlag!

Seit gestern bin ich von meinem Berlin-London-Trip zurück, der trotz der riots in London der absolute Hammer war! Berichten werde ich darüber noch in der kommenden Woche - ich bin immer noch sehr geschlaucht obwohl ich inzwischen den Großteil des verpassten Schlafes am Heathrow Airport nachgeholt habe.


Nichtsdestotrotz ein kleiner Hinweis auf das Krimi-Gewinnspiel des Haymon-Verlages, das noch bis 19. August läuft. Zu gewinnen gibt es 2 x ein Krimipacket, das 4 Bücher enthält. Die da wären:

  • Georg Haderer - Der bessere Mensch
  • Bernhard Aichner - Für immer tot
  • Alfred Komarek - Zwölf mal Polt
  • Herbert Dutzler - Letzter Kirtag

"Für immer tot" hab ich schon gelesen und rezensiert - und ich muss sagen, schon allein wegen dieses Buches lohnt sich die Teilnahme.
Und das beste: Einfach Kontaktdaten eingeben und ihr seid dabei! Für Eilige also auch das maßgeschneiderte Gewinnspiel ;)

5. August 2011

Bernhard Aichner - Für immer tot

2011, Taschenbuch, 236 Seiten
€ 12,95
ISBN 978-3852188829

Um sie herum ist alles dunkel, sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet, neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gesteckt und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der "Kindermacher", den sie vor achtzehn Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt nach wie vor hinter Gittern.


Was ich denke ...
Ein kleines Dorf in den Alpen? Krimi? Normalerweise reagiere ich auf diese Kombination - die in meinen Ohren geradezu etwas von "Heimatroman" hat - allergisch. Das mir das bei Bernhard Aichners "Für immer tot" nicht passiert ist, liegt schon mal daran, dass das Buch rein gar nichts von typischem Dorfkrimi hat - und dass ein Totengräber als "Detektiv" einfach zieht.

Schon auf der ersten Seite wird dem Leser klar, dass Bernhard Aichners Max-Broll-Krimi anders ist, als man sich das vorgestellt hatte. Der Stil des Autors ist vom Mainstream weit entfernt, besticht durch Halbsätze, Zeitsprünge, plötzliche Szenenwechsel und ist vor allem geprägt von Dialogen ohne Anführungszeichen und erklärenden Text. Das klingt ein wenig verwirrend, aus eigener (Lese-)Erfahrung weiß ich aber, dass sich die anfängliche Verwirrung (die dazu führt, dass man einige Textstellen schon mal doppelt lesen muss) sehr schnell legt. In Aichners Maßstäben sieht ein Dialog dann folgendermaßen aus:

-Was wohl Stein dazu sagt?
-Er packt gerade seine Koffer. Morgen ist Stein Geschichte.
-Er fährt also tatsächlich zur Kur, unser Herr Pfarrer.
-Der kommt nicht wieder.
-So leicht wirst du den nicht los, Max.
-Burnout, der kommt nicht mehr.
-Darauf trinken wir.
-Er sagt, ich bin dafür verantwortlich.
-Wenn er das sagt, wird es wohl so sein. Er ist schließlich Pfarrer.
(Seite 5)

Neben dem schwarzen Humor (der oben im Zitat schon ein wenig durchsickert) hat mir auch der sofortige Handlungsbeginn den Einstieg ins Buch sehr erleichtert. Die Figuren selbst werden nämlich nicht großartig vorgestellt, das Bild setzt sich erst nach und nach zusammen.
Dadurch, dass zwischen den direkten Reden eines Dialoges keine erklärenden Ergänzungen stehen, kommt es auch durchaus vor, dass man mal für einige Absätze in Unverständnis schwebt (- man stelle sich Fragezeichen über dem Kopf vor -) und erst dann eine Erklärung geliefert bekommt.

Ein weiterer Punkt auf der "Das-ist-kein-Mainstream"-Liste ist der Protagonist Max Broll. Einen Totengräber in der Rolle der ermittelnden Figur finde ich schon recht ungewöhnlich. Vor allem wenn man dann noch seinen besten Freund und unterstützenden Ermittler, den Ex-Fußballstar Baroni, in die Rechnung miteinbezieht.
Mehr als einmal hatte ich beim Lesen den Gedanken, dass die beiden über weite Strecken des Buches mehr Anti- als wirklichen Helden gleichen. Um Max' Stiefmutter zu retten bestechen und drohen sie, greifen sogar zu Foltermethoden. Das Seltsame dabei ist, irgendwie kann man es Max und Baroni gar nicht so sehr übel nehmen.

Der Autor spielt mit der Psychologie, lässt den Leser nie ungerührt, vermittelt Hoffen und Bangen. "Für immer tot" ist ganz sicher kein "Heimatkrimi", sondern ausgefeilteste Spannung, in ungewöhnlicher, aber genialer Weise präsentiert.


Bewertung
Lesen! Bernhard Aichner ist ein Könner, nur weiß es noch fast niemand. Von Max Broll muss man sich einfach überzeugen lassen.






Die Max-Broll-Krimis
"Für immer tot" ist bereits der zweite Krimi über den Totengräber Max Broll. Der erste ist im Sommer 2010 erschienen und trägt den Titel "Die Schöne und der Tod". Man kann die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen.

Bernhard Aichner - Die Schöne und der Tod (2010)
Bernhard Aichners Krimi-Debüt - eine abgründige, schräge und spannende Story rund um einen Totengräber, einen Fußballstar im Ruhestand und eine verschwundene Leiche: Dass Emma, seine erste große Liebe, plötzlich wieder in sein Leben platzt, und dass er ihre Schwester Marga, die sich vom Hausdach gestürzt hat, auf dem Dorffriedhof begraben muss - das würde der Totengräber Max Broll noch hinnehmen. Aber dass jemand Margas Leiche aus dem noch frischen Grab entführt, das geht entschieden zu weit. Als Max Broll die Sache, gegen den Willen der Polizei, selbst in die Hand nimmt, beginnt für ihn ein Wettlauf um Leben und Tod.