gebunden mit Schutzumschlag, 342 Seiten
ca. € 14,00
ISBN 978-1416990659
Klappentext
Amy Curry is having a terrible year. Her mother has decided to move across the country and needs Amy to et their car from California to connecticut. Ther's just one small problem: Since her dad died this past spring, Amy hasn't been able to get behind the wheel. Enter Roger, the nineteen-year-old son of an old family friend, who turns out to be unexpectedly cute ... and dealing with some baggage of his own.
Meeting new people and coming to terms with her father's death were not what Amy had planned on this trip. And traveling the Loneliest Road in America, seeing the Colorado mountains, crossing the Kansas plains, and viciting diners, dingy motels, and Graceland were definitely not on the itinerary. But as they drive, Amy finds that the people you least expected are the ones you may need the most - and that sometimes you have to get lost in order to find your way home.
Meinung
Dieses Buch braucht nur ein Wort, um es zu beschreiben: Großartig!
Als Amy zusammen mit Roger in das Auto ihrer Mutter steigt, um es von California nach Connecticut zu bringen, erwartet sie einen 5-tägigen, unangenehmen Trip, eingesperrt in ein kleines Auto mit einer Person, die sie nicht kennt. Ein weiterer Grund, warum ihr Leben zur Zeit einfach nicht das ist, was sie sich vorstellt.
Sie erwartet definitiv nicht, dass Roger ein ganz angenehmer Zeitgenosse ist. Dass er mit den Plänen ihrer Mutter, die die ganze Route inklusive Hotelreservierungen bis ins kleinste Detail geplant hat, ebensowenig zufrieden ist wie Amy. Dass ein kleiner Umweg ganz schnell zu einem großen werden kann. Dass es ihr Spaß macht, mit Roger quer durch die USA zu fahren. Dass sie es tatsächlich endlich schafft, mit dem Tod ihres Vaters fertigzuwerden.
Ja, manchmal muss man tatsächlich einen Umweg machen, um wieder nach Hause zu finden.
"Amy & Rober's Epic Detour" ist ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte! Die Geschichte beginnt mit Amy's "Final Report Card" (eine Art Zeugnis, das an die Highschool in Connecticut übermittelt wird, an der sie ihren Abschluss machen wird), darauf folgen zwei E-Mails, die Amy's momentane Lage darsetellen. Und erst dann ergreift Amy selbst das Wort - und was für ein Wort! Amy's Stimme konnte ich schon nach wenigen Absätzen direkt in meinem Kopf hören, es fühlte sich einfach richtig an, von ihr zu lesen.
Das ganze Buch besteht im Übrigen aus Amy's Erzählungen in der Ich-Perspektive, die unterbrochen und ergänzt werden von allem möglichen, das sie unterwegs so in ihren Travel Scrapbook festhält:
Kassazettel, Fotos, Zeichnungen, Playlisten (denn was wäre eine lange Autofahrt ohen den richtigen Song-Mix!),
Gedanken, Buchseiten, E-Mails. Genau das ist auch der Aspekt, der das Buch so absolut real für mich gemacht hat! Es fühlt sich an, als würde man tatsächlich einen Reisebericht und damit eine wahre Begebenheit lesen.
Zusätzlich dazu gibt es zwischendurch immer wieder Rückblicke, die das gegenwärtige Geschehen erklären und verständlich machen.
Sowohl Amy als auch Roger tragen schwer an ihren jeweiligen Problemen und natürlich bleibt das dem jeweils anderen auch nicht verborgen. Die beiden kennen sich aber praktisch nicht als sie zusammen aufbrechen, doch schon nach wenigen Tagen, die sie nebeneinander im Auto verbringen, ändert sich das und sie beginnen, einander zu verstehen.
In der Gesellschaft des anderen tauen Amy und Roger immer mehr auf und versuchen, sich dem Leben und den Problemen, die es zwangsläufig mit sich bringt, zu stellen. Aber sie beeinflussen sich nich nur gegenseitig, denn auf ihrem Trip quer durch Amerika begegnen Amy und Roger den unterschiedlichsten Menschen, die alle einen Teil beitragen.
Ganz nebenbei erfährt man als Leser noch eine ganze Menge Insider-Details über verschiedene Destinationen der USA, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer zu finden sind. Da bekommt man direkt selbst Lust, einen Raod-Trip zu machen!
Ein weiterer wichtiger Punkt im Buch ist die Musik. Nicht nur die abgedruckten Playlisten verdeutlichen das, sondern auch die Kapitelüberschriften, die oft Lyrics aus einem bekannten Song sind.
"Amy & Roger's Epic Detour" hat seine lustigen und seine traurigen Momente, essentiell an dem Buch ist aber auch, dass es einfach Hoffnung macht. Nicht nur wegen des Endes - denn natürlich kann man sich denken, dass alles gut ausgeht. Das ganze Buch hat bei mir so einen hoffnungsvollen Eindruck hinterlassen und das auf ganz vielen verschiedenen Ebenen.
Bewertung
Ich hab nur einen Rat für euch: Lest dieses Buch! Jede einzelne Seite spricht zum Leser, die sehr persönlich scheinende Gestaltung durch Fotos, Playlisten ect. intensiviert dieses Gefühl noch zusätzlich. "Amy & Roger's Epic Detour" bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Regal - davor drück ich es aber noch direkt meiner Schwester aufs Auge. ;)