11. April 2009

Playball of the mighty

Da bei uns bald die Matura ansteht, hab ich den heutigen Vormittag damit verbracht, die Lade unter meinem Bett vom Staub und all dem unnötigen Zeug zu befreien, das sich in 5 Jahren Schule angesammelt hat. Dabei bin ich aber auf ein paar interessante, längst vergessene Dinge gestoßen, unter anderem auf ein Gedicht (das sich allerdings nicht besonders reimt). Ich hab es mal für den Englisch-Unterricht geschrieben, als wir das Thema Flüchtlinge durchnahmen.
Und wie ich da so auf dem Boden sitze (inzwischen frisch gesaugt), umgeben von all den Mappen, Heften und Büchern, und diesen Zettel in der Hand halte, konnte ich nicht mehr an mich halten und bin zum Laptop gestürzt. Hier bin ich.

Es geschehen so viele schreckliche Dinge in der Welt, denen gegenüber ich mich derart machtlos fühle. Wir sind alle Spielbälle der Mächtigen. Doch ich glaube, schon allein dadurch, dass wir es uns bewusst machen, können wir ein paar Schritte vorwärts gehen.


Playball of the mighty

I was born in disaster,
grown up under pressure.

Lived my young life with the mark of death,
not able to restore my soul’s health.

A new target in mind
I had been sort of blind.
I didn’t know what will await me.
I didn’t know what my fate will be.

Great distances lay behind me.
And I really don’t belong here.

Everything’s different,
fragile and odd.

But I have to stay,
Day in, day out I pray.

I can’t go back where I belong,
war makes everything wrong.

It is scary and frightening
to be playball of the mighty.

10 Kommentare:

eltragalibros hat gesagt…

Ich find's echt bemerkenswert ein Gedicht in einer Fremdsprache zu verfassen. Respekt!

Stefanie Emmy hat gesagt…

Danke :)
Es klingt aber auch sehr holprig xD Aber gut, im Gedichte schreiben bin ich nicht grade die Größte, und in Deutsch funktionierts noch weniger. ^^

eltragalibros hat gesagt…

Ich hab früher ganz viele Gedichte geschrieben und finde es kommt dabei nicht immer auf's Reimschema an, sondern auf den Inhalt/tieferen Sinn. Naja, aber nicht dass ich ein großer Gedichte-Kenner wäre *g*

Stefanie Emmy hat gesagt…

Ja, das stimmt schon, Inhalt ist am wichtigsten. Zumindest weiß ich bei meinen eigenen Gedichten, um was es geht bzw. gehen soll. Bei denen, die wir in der Schule analysieren, zerpflücken und interpretieren, scheitere ich regelmäßig. ;) XD Gut, dass es auch noch Epik und Dramatik gibt. ^^

eltragalibros hat gesagt…

Da kann ich dir nur zustimmen. Ich studiere ja Germanistik, aber der Gedichtinterpretation gehe ich erfolgreich aus dem Wege. Hab zwar schon mal ein Seminar dazu gemacht (aber nur aus Spaß), da mich Gedichte zwar aus pure Freude am Lesen schon ansprechen, meine Interpretationsfähigkeit ist dann aber doch eher mangelhaft *g*

Stefanie Emmy hat gesagt…

Und dann gibt es Leute, die lesen NUR Gedichte - von irgendetwas müssen die Lyriker dieser Welt ja auch leben können. ;)
Oh, Germanistik. Das hab ich als mein Ersatzprogram vorgesehen wenn es mit den anderen Berufszweigen nichts wird. ;)

eltragalibros hat gesagt…

Was ist denn dein Hauptprogramm, wenn ich fragen darf? Ich finde sowas ja immer sehr spannend *g*

Stefanie Emmy hat gesagt…

Sicher darfst du fragen. :) Als Hauptprogram hätte ich Biomedizinische Analytik an der "FH gesundheit" (hier in Innsbruck) vorgesehen. Diesen Samstag hab ich meinen Eignungstest und in den nächsten Wochen noch ein Bewerbungsgespräch. Bin jetzt auch schon fleißig am üben für diesen Test, weil ich von ein paar Seiten gehört hab, dass der gar nicht so einfach sein soll ... Mal sehen, was sich da so ergibt. Sonst hab ich ja immer noch die Germanistik. ;)

eltragalibros hat gesagt…

Wow das klingt richtig schwer! Dann drück ich auf jeden Fall Daumen, dass das alles funktioniert ;) Plan B ist zwar auch nicht schlecht, aber ich bevorzuge immer Plan A im Leben, soweit der eben auch klappt!

Stefanie Emmy hat gesagt…

Danke, ein paar Daumen, die für mich drücken, kann ich gut gebrauchen. :) Im Großen und Ganzen find ich die Analytik nämlich besser als Germanistik, aber man braucht einfach auch immer noch eine zweite Schiene, auf der man im Fall des Falles weiterfahren kann.