15. September 2009

Kristina Springer - Die Espressologin

Klappentext
Einen dreifachen Espresso auf Eis - wer das bestellt, hat Klasse. Latte Macchiato mit entrahmer Milch und Süßstoff bedeutet dagegen: Zickenalarm! Jane, die in einem Coffeshop arbeitet, nennt es "Espressologie" - die Kunst, Menschen anhand ihrer Kaffeevorlieben zu charakterisieren. Ihr neuestes Spiel besteht darin, für Single-Kunden den perfekten Partern zu finden. Trefferquote: 100%! Jane, die "Espressologin", wird berühmt ...

Inhalt und Meinung
Das Buch ist nett. Was für Zwischendurch. Wer mehr erwartet als das, wird enttäuscht sein.

Jane will ihre Mitmenschen verkuppeln, indem sie sich ihre Kaffeevorlieben notiert. Dabei werden dem Leser auch immer wieder die Charakterbeschreibungen zu den einzelnen Kaffeegetränken präsentiert - und das war das einzige, was ich wirklich gut an diesem Buch fand, weil mir vorkam, dass es teilweise echt zutreffen könnte. Aber da hörts auch schon auf.
Und Jane fängt mit dem Verkuppeln an. Und zwar nach dem Prinzip "Gleiches zieht Gleiches an" - was ist denn aus "Gegensätze ziehen sich an" geworden? Ich will jetzt nicht diese Sprichwörter breittreten, was ich sagen will, ist, dass mir der Aufbau dieser Verkupplungs-Sache und des ganzen Buches einfach zu plump und einseitig war.

Die Sprache der Autorin (oder der Übersetzerin, wie mans nimmt) hat das ganze auch nicht grade besser gemacht.
Ich hätte ja von Anfang an überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Hauptperson eine 17- oder 18-Jährige Schülerin ist, die aus der Ich-Perspektive erzählt. An sich wär das auch kein großes Dilemma gewesen. Das Problem ist nur, dass sich das Erzählte teilweise liest wie die Tagebucheinträge eines 14-jährigen Mädchens. Die Männer werden grundsätzlich als "süß" und "schnucklig" beschrieben, viel mehr ist da nicht zu finden. Obwohl mich das Thema an sich ja sehr interessiert hat, war ich deshalb dann doch froh, dass das Buch nur 174 Seiten hat.

Bewertung
Ich finde die Idee gut, nur hätte sie meiner Meinung nach besser ausgeführt werden können. Ein totaler Reinfall wars trotzdem nicht, deshalb gibts von mir 3 von 5 Blümchen.

2 Kommentare:

Soleil hat gesagt…

Mir hat es eigentlich recht gut gefallen. Es ist Young Adult und für einen ersten Versuch der Autorin gelungen.
Aber ich habe auch genau das erwartet, was ich bekommen habe. :)

Stefanie Emmy hat gesagt…

Geschmäcker und Ohrfeigen sind eben doch verschieden. ^^
Und es hat mir auch nicht soo schlecht gefallen, dass ich behaupten müsste, mich durchgekämpft zu haben. Es war eben eine nette Abwechslung für zwischendurch. Ich hab das Buch jetzt mal meiner Schwester gegeben, bin gespannt was sie dazu sagt. :)