6. Juni 2009

Du findest mich am Ende der Welt

Du siehst mich und siehst mich nicht.
Du kennst mich und kennst mich nicht.

In Nicolas Barreaus zweiten Roman (nach Die Frau meines Lebens) geht es darum, dass man bisweilen jemanden hunderte Male sieht, bevor man ihn wirklich erkennt.
Diesmal muss der Galerist Jean-Luc Champollion, genannt der Duc, dran glauben. Seit Jahren hat er das Wort Liebe nicht mehr in den Mund genommen, doch sein Leben ändert sich von einer Minute auf die andere schlagartig, als er den Brief einer Frau in seinem Briefkasten findet. An den Duc, von der Principessa.

In ihrem Brief gesteht die Principessa, ihn zu lieben. Doch ihren Namen verrät sie nicht, hinterlässt nur eine E-Mail-Adresse, an die Jean-Luc antworten soll. Was er auch tut, denn natürlich will er wissen, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt.
Doch die Principessa bleibt hartnäckig, sie will sich erst zu erkennen geben, wenn sie es für richtig hält. Als Leser merkt man dann sehr eindrucksvoll, wie Jean-Luc sich windet, dann aber doch nachgeben muss - dafür ist er viel zu interessiert an der mysteriösen Unbekannten. Oder Nicht-Unbekannten, denn die Principessa weiß so einiges über Duc den Frauenhelden.

Jean-Luc beginnt plötzlich hinter die schöne Oberflächer der Frauen in seinem Leben zu schauen, er geht den Hinweisen aus den Briefen und E-Mails, die inzwischen tagtäglich gewechselt werden, nach, doch die Identität der Principessa kann er bis zuletzt nicht aufdecken, als er sich schon längst in ihre Worte verliebt hat.

Sehr leicht und luftig geschrieben, ideal für Zwischendurch. Wem Die Frau meines Lebens gefallen hat, der dürfte auch Du findest mich am Ende der Welt ganz bezaubernd finden. Mir hat es sogar noch ein Stückchen besser gefallen als Barreaus Debütroman.

3 Kommentare:

pinketuerklinke hat gesagt…

schöne Rezension, luftig leicht wie das Buch. Bin angefixt und werd jetzt mal bei amazon vorbei schauen;)

Stefanie Emmy hat gesagt…

Wenn das Buch nicht so nett wäre, würde ich ja empfehlen zu warten bis das TB erscheint. 16 Euro für 240 Seiten Lesevergnügen, das ist nicht jedermanns Sache (besonders wenn man gewohnt ist für 10 Euro 500 Seiten geboten zu bekommen). Nur, das Buch ist wirklich schön geschrieben. :D

Katha hat gesagt…

Hachja, lange wird es wohl nicht mehr auf meiner Wunschliste bleiben können...

Danke für die schöne Rezi!

Liebe Grüße,
Katha