29. Mai 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 20 - Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Schullektüre ist ja immer so eine Sache. Es gab einige Bücher, die ich richtig gern gelesen habe, manche haben mir beim Lesen weniger gefallen, aber als wir sie dann in der Klasse besprochen haben und ich andere Sichtweisen darauf kennen lernen konnte habe ich doch Frieden mit ihnen geschlossen. Dann gabs natürlich noch Bücher, durch die ich mich - mehr oder weniger erfolgreich - durchgequält habe. (Dazu morgen mehr. ^^)

DAS Buch - wie ich das hasse! Ich kann nicht nur eines nennen, denn die drei Bücher, für die ich mich an dieser Stelle entschieden habe, sind so grundauf verschieden, dass man sie einfach nicht miteinander vergleichen kann.

Diese drei Schullektüren, die mir definitiv am besten gefallen haben, sind:

Erich Maria Remarque - Im Westen nichts Neues
Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen.



Goethe - Faust. Der Tragödie erster Teil
Faust, der umfassend gebildete Universalgelehrte, befindet sich in einer tiefen Krise bei seiner Suche nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenhält«. Eingesperrt in seine Gelehrtenstube drängt es ihn schließlich bis nahe an den Selbstmord. Nur die Osterglocken retten ihn. Beim berühmten Osterspaziergang wird ihm bewusst, dass er sich nach umfassendem Weltwissen gleichermaßen wie nach irdischer Weltlust sehnt. Da er sich aber von allen irdischen Lebenswerten abgeschnitten sieht, verflucht er das Leben. Hier nun wittert der Teufel in Gestalt des Mephisto seine Chance und bietet Faust einen Pakt an: Würde dieser auch nur einen Augenblick das Leben genießen und dabei verweilen wollen, wäre Fausts Seele auf immer verloren.
Faust lässt sich auf den Handel ein und wird von Mephisto nun mit derbsten Sinnesgenüssen überschüttet: Aber sowohl die Studentenrunde in Auerbachs Keller als auch den Spuk in der Hexenküche erträgt Faust nur widerwillig. Erst die Begegnung mit dem nur 14-jährigen Gretchen erweckt in Faust irdisches Verlangen. Nun nimmt das Drama seinen Lauf ...


Waris Dirie - Wüstenblume
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt - ein Traum. Und ein Alptraum zugleich. Denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. Mit 18 wird Waris Dirie als Model entdeckt. Sie posiert für Levi's, Revlon und l'Oreal, läuft auf Modenschauen in Paris, Mailand und London. Lange kann sie mit niemandem darüber sprechen, was ihr in jungen Jahren geschehen war. In ihrem aufsehenerregenden Buch Wüstenblume bricht sie erstmals ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte.

3 Kommentare:

Katrin von Saiten hat gesagt…

Oh, "Im Westen nichts Neues" hat bei mir nur knapp den Platz als schlechteste Schullektüre aller Zeiten verpasst :D

So unterschiedlich sind die Geschmäcker... oder vielleicht hat dein Lehrer euch das auch ansprechender vermittelt ;)

LG Katrin

Stefanie Emmy hat gesagt…

xD Ja, so sind die, die Geschmäcker ^^
Ich bin ja schon auf Reaktionen auf Tag 21, die blödeste Schullektüre, gespannt ;D

Bookoholiker hat gesagt…

Im Westen Nichts Neues haben wir auch gelesen und das war auch eins der wenigen Schulbücher, das ich komplett gelesen habe. Es war echt gut und nicht so langweilig geschrieben wie viele andere. Leider ist es auch echt verstörend und deprimierend. Remarque hat die Graumsamkeit des Krieges da wirklich extrem gut rübergebracht.