14. Februar 2011

Mirjam Mous - Boy 7

Klappenbroschur, 271 Seiten
€ (D) 12,99 | € (A) 13,40
ISBN 978-3401065625

Stell dir vor du kommst auf einer glühend heißen kahlen Grasebene zu dir und weißt weder, wohin du unterwegs bist, noch, woher du kommst oder wie du heißt. Die einzige Nachricht auf deiner Mailbox stammt von dir selbst: "Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei."
Wer bist du? Wie bist du hierher geraten? Und wem kannst du vertrauen?



Was ich denke ...
Dieses Buch hat alles, was ein spannender Thriller braucht, schon die Ausgangssituation der Handlung ist, mit einem Wort, erschreckend: Ein Junge erwacht mit Gedächtnisverlust auf einer Wiese. In seinem Rucksack findet er nur wenige Anhaltspunkte, die bei der Suche nach seiner Identität behilflich sein könnten.

"Vertraue niemandem. Nicht einmal dir selbst."

Zusammen mit Boy Seven - er nennt sich so nach der Aufschrift "Boy 7", die in all seine Kleidungsstücke eingenäht ist - macht sich der Leser auf eine spannende und streckendweise sogar schockierende und angsteinflößende Reise. Das wirklich geniale an diesem Buch ist, dass man anfangs überhaupt keine Ahnung hat, auf was Boy's Suche schlussendlich hinauslaufen wird. Erst nach und nach verdichten sich die Verdachtsmomente, vorhersehbar wird die Handlung aber nie.

"Boy 7" ist vom Thema her ähnlich wie "Black*Out" von Andreas Eschbach, allerdings kurzweiliger und, dank niedrigerer Seitenzahl, sehr schnell gelesen. Der Nachteil davon: "Boy 7" bleibt ziemlich seicht. Die Handlung an sich ist toll - Mirjam Mous' Art zu erzählen im übrigen auch - sie hätte aber mehr ausgebaut werden können.
Durch das schnelle Voranschreiten der Geschehnisse hatte ich außerdem mehr als ein Mal das Gefühl, einen Film zu sehen. Tatsächlich führt die niederländische Autorin im Augenblick Gespräche zu einer Verfilmung ihres erfolgreiches Jugendthrillers - und als Filmvorlage ist das Buch auf jeden Fall bestens geeignet.

Insgesamt ist "Boy 7" ein Buch, das die jüngeren Leser begeistern dürfte - sowohl Mädchen als auch Jungs.
Meinem 14-jährigen Bruder, den im letzten Jahr einzig "Erebos" begeistern konnte, werde ich "Boy 7" auf jeden Fall zum Lesen geben.


Bewertung
Kurzweilig und bis zur letzten Seite spannend würde ich "Boy 7" sowohl Jungs als auch Mädchen bedenkenlos in die Hand drücken. Ein tolles Buch, um der jungen Leserschaft zu zeigen, wie spannend Bücher sein können!





Danke an Arena

7 Kommentare:

Friedelchen hat gesagt…

Klingt mal wieder sehr spannend, aber ich neige dazu, für kurzweilige und seichte Bücher kein Geld auszugeben. :-)

Crini hat gesagt…

Hab noch nie von dem Buch gehört, aber hört sich super an. (auch wenn es was für Jugendliche zu sein scheint).Werd ich mir auf jeden Fall mal merken.
lg

Miss Bookiverse hat gesagt…

Hm, ich habe jetzt spontan die Assoziation, dass er aus eine Art Genlabor kommt (wegen "Boy 7") - ist das so? Ich glaub ich will es nicht lesen aber gespoilert werden :D

StefanieEmmy hat gesagt…

@Miss: xD Genlabor stimmt nicht. Ich spoiler dich per E-Mail ;)

Tine hat gesagt…

Jaaa, und ich werds meinem 17jährigen Bruder, der auch Erebos-begeistert ist, auch vorlegen. Aber vorher natürlich selber lesen.
Danke für die Rezi!

StefanieEmmy hat gesagt…

In "Boy 7" gehts zwar nicht um Computerspiele, aber es ist so ähnlich wie ein Computerspiel aufgebaut - mit Suche nach Identität, hinter das Geheimnis kommen, neue Hinweise suchen und so. :)

Hängt dein Bruder auch die ganze Zeit hinter irgendeinem Spiel? ;)

http://lesemomente.blog.de hat gesagt…

Hinter einem Spiel, hinter Filmen, hinter Skype, icq etc. :D