17. Oktober 2011

Kirsten Miller - Nichts ist endlich

2011, Gebunden mit Schutzumschlag, 458 Seiten
€ (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN 978-3833900402

Stell dir vor, du glaubst, dass du schon mal gelebt hast. Stell dir vor, du hast Visionen von einem Jungen, der in einem früheren Leben deine große Liebe war. Stell dir vor, du denkst, dass dieser Junge jetzt wieder lebt. Was würdest du tun? Für die 17-jährige Haven ist die Antwort klar: Sie muss diesen Jungen unbedingt finden! Hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und Zweifeln lässt Haven sich auf eine schicksalhafte und sehr gefährliche Affäre ein ...


Was ich denke ...
Wenn ich eines sicher über "Nichts ist endlich" sagen kann, dann dass es mich sehr zwiegespalten zurücklässt. Es gab auf jeden Fall Sequenzen in diesem Buch, die mir gefallen haben, die mich sogar begeistern konnten. Leider stehen ihnen Makel gegenüber, die mich eher unsaft auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

"Nichts ist endlich" beginnt unspektakulär und eigentlich genau so, wie man es sich von einem 0815-YA-Roman erwartet. Dann folgen 100 Seiten, die einen aufatmen lassen - wirklich, da klebt man an den Seiten, weil das Buch plötzlich so ganz anders ist. Die Autorin schafft es, diesen Teil äußerst interessant zu präsentieren und zieht den Leser völlig in Havens Leben hinein, sodass man gar nicht anders kann, als sich ständig zu fragen: Was passiert als nächstes? Was entdeckt sie als nächstes?

Dann kommt der große Dämpfer. Haven begegnet Iain und die Handlung wird geradezu gähnend langweilig. Ich sage das nicht gerne, weil ich Haven bis dahin eigentlich mochte - ihre Herangehensweise an Probleme, ihre Überlegungen, ihre Gründe, warum sie ihr zu Hause verlässt. Alles nachvollziehbar. Bis eben Iain auftaucht und wir wieder unseren 0815-YA-Roman vor uns haben. Dass er mir mit seiner Kontrollsucht und Tendenz, wichtige Dinge einfach zu verschweigen, sehr unsympathisch war, hat die Sache auch nicht besser gemacht.

Obwohl Haven weitere 100 Seiten später wieder zu "ermitteln" beginnt, sich selbst auf die Suche nach Antworten macht, und die Spannungskurve einen Schlenker nach oben aufweist, konnte ich mich nur noch schwer für das Buch begeistern. Nicht selten habe ich die Augen verdreht, Haven wollte ich sowieso am liebsten eigenhändig durchschütteln - "Rückgrat" ist ihr und der Autorin ganz offensichtlich ein Fremdwort.

Gerettet haben das Buch für mich Havens bester Freund Beau, weil die Szenen mit ihm einfach Spaß machen, und die Tatsache, dass der Leser bis zum Ende keine Ahnung hat, was eigentlich gespielt wird.
Weiterer Pluspunkt: Sex wird nicht totgeschwiegen. Nichts da Sex-Vermeidungs-Stategie. Man bedenke, es handelt sich hier um ein US-amerikanisches Jugendbuch.
Außerdem kann man "Nichts ist endlich" gut als in sich abgeschlossen betrachten (*juchey*), obwohl der zweite Teil im Epilog angedeutet wird.

(Wer übrigens glaubt, dass "Nichts ist endlich" ähnlich wie "Engelsmorgen"/"Fallen" von Lauren Kate ist, der irrt sich. Müsste ich die beiden Bücher vergleichen, würde Kisten Miller wesentlich besser abschneiden. Zumindest hat ihre Version der Reinkarnation eine annehmbare Handlung und weniger Rumgesülze. Ist ja auch was.)


Bewertung
Eher grenzwertige 3 Blümchen, aber das Buch hat doch ein paar gute Ansätze, also kann ich das gut vertreten.


5 Kommentare:

Miss Bookiverse hat gesagt…

Das ist aber gar nicht Kirsten Millers Debüt ;)

Ich mochte Beau auch total gern :D Aber Iain (was für ne blöde Schreibweise!) war mir zu 0815, wie du sagst. Hatte trotzdem mehr Spaß mit dem Buch als du ;)

Ivi hat gesagt…

Das Cover ist wirklich wunderschön .... hach! Den Klappentext fand ich auch ziemlich ansprechend ... bis ich deine Rezi gelesen habe. Schade, dass dir das Buch nicht so gut gefallen hat ... jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich es auf meine Wunschliste setzten soll oder nicht ... denn von der Idee her, reizt es mich eigenlich schon. Und vom Cover sowieso :-)

StefanieEmmy hat gesagt…

@Miss: Nicht? Ups xD Danke für die Info, gleich ausgebesser ;)
Iain ist die gälische Schreibweise von Ian soweit ich weiß - aber in dem Zusammenhang ist es mir völlig schleierhaft, warum die Autorin den Namen gewählt hat. o.O

@Ivi: Vielleicht gefällts dir auch total gut - es gibt auch Leute, die das Buch mögen ;) Und es ist ja nicht so, dass ich völlig davon abrate ^^

Miss Bookiverse hat gesagt…

@Stefanie: Kein Problem, sie hat davor glaub ich schon 2 Middle Grade Bücher geschrieben (Kiki irgendwas).
Vllt kommt Iain ja ursprünglich aus Irland oder so... oder es sollte einfach einzigartiger sein ;)

Nadine hat gesagt…

Danke für deine Rezension! Ich hatte wirklich überlegt ob ich es mir kaufe, einfach, weil es auch im Regal wundervoll aussehen würde :-) Aber so bin ich froh, das ich das vorerst gelassen habe ;-)

Liebe Grüße,
Nadine